Stark überhöhter Wasserverbrauch

Mieter müssen einen stark überhöhten Wasserverbrauch bei fehlenden Wasseruhren nicht in jedem Fall hinnehmen.

Grundsätzlich sind zwar die Gesamtkosten für Wasser und Abwasser auf die Gesamtheit der Mieter anteilig umlagefähig, wenn keine Wasseruhren für die einzelnen Wohnungen vorhanden sind.

Dies gilt nur dann, wenn das Wasser auch bestimmungsgemäß für den normalen Wohngebrauchsgebrauch verwendet wurde.

Findet dagegen ein erhöhter Wasserverbrauch deshalb statt, weil ein Mangel am Mietobjekt vorliegt und deshalb Wasser unkontrolliert verbraucht wird, oder lässt ein Mieter über einen längeren Zeitraum hinweg unkontrolliert Wasser aus dem Wasserhahn laufen, sind diese Kosten nicht auf die Allgemeinheit der übrigen Mieter umlegbar.

 

 

Feuchtigkeitsschäden und Schimmel

Die Übergabe eines Merkblattes zum richtigen Heizen und Lüften der Wohnung beim Mietvertragsabschluss befreit den Vermieter nicht von seiner Verantwortung und seinen Gewährleistungspflichten für Schimmel und ähnliche Schäden.

Wichtig ist, dass der Mieter seinen Vermieter beim Auftreten von Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel unverzüglich informiert, am besten schriftlich.

Dann muss sich der Vermieter um die Mängel und deren Ursache und Behebung kümmern.

Bei Raumtemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius und mehrfacher Stoßlüftung am Tag kann dem Mieter in der Regel kein Vorwurf gemacht werden.

Gegebenenfalls muss ein Sachverständiger durch den Vermieter hinzugezogen werden.

Grundsteuer raus

Noch bis zum 24. Oktober 2019 läuft die Kampagne des Deutschen Mieterbundes

„Grundsteuer raus aus den Betriebskosten“

mit der Sammlung von Unterschriften in den örtlichen Mietervereinen.

Außerdem wurde eine Petition gestartet, die online gezeichnet werden kann. Die Online-Petition finden Sie auf

www.mieterbund.de.

Machen Sie mit und fordern auch Sie, dass die Grundsteuer als Eigentümersteuer nicht länger über die Betriebskostenabrechnung auf die Mieter abgewälzt werden darf.